Yoga, Tai Chi & Qigong

Begleitend zum Fastenwandern geben wir Ihnen die Gelegenheit, täglich 90 Minuten verschiedene Yoga, Qigong oder Tai Chi Übungen zu erleben. Das Angebot dieser Abendkurse variiert je nach Fastenleiter. Ebenso wie das Wandern unterstützen diese Bewegungen in idealer Weise den Fastenprozess. Durch einfache Körper-, Atem- und Meditationsübungen werden die feineren Funktionen des Körpers reguliert. Herz, Nervensystem, Gefäße und Drüsen werden stimuliert, die inneren Organe und die Durchblutung angeregt. Innere autonome Muskelfunktionen, wie die Darmperistaltik, werden entspannt und können wieder ausgewogen funktionieren. Die Kraft und Energie der Natur und die positive Atmosphäre des Ortes machen den Fastenhof zu einem idealen Ort des Fasten-Erlebens.

Yoga Entspannung zum Mitmachen

Wir möchten Sie einladen, hier einmal die Anfangsentspannung mitzumachen, die wir vor jedem Yoga-Übungsprogramm empfehlen. Unsere Yoga-Übungsprogamme sind für Anfänger und auch für Fortgeschrittene geeignet. Probieren Sie es einfach mal aus!

Zurück zur inneren Mitte durch Yoga und Meditation

Yoga ist wie das Fasten ein ganzeitlicher Weg der Veränderung zu mehr Gesundheit und Achtsamkeit. Fasten erhöht die Sensibilität und Empfänglichkeit für Hinweise aus dem eignen Inneren. Durch die Beschränkung auf das Wesentliche, das Loslassen von allem Überflüssigen, entsteht Klarheit. Wer beim Fasten passende Yoga Übungen mit Freude übt und meditiert, wird tiefe und intensive Erfahrungen machen.

Durch Yoga Übungen wird die Beweglichkeit des Körpers gefördert und der Stoffwechsel angeregt. Yoga wirkt auch dem Muskelabbauprozess entgegen. Durch das Zusammenspiel von Yoga und Fasten wird die Entgiftung des Körpers unterstützt und der Körper kann sich regenerieren.

Über den Atem und Meditation gelangen wir zu Entspannung und Konzentration und bauen Stress ab. Körperliche Beschwerden werden verringert. Der Geist kommt zur Ruhe und Klarheit. Wir fühlen uns lebendiger und zufriedener. So kann durch Yoga und Fasten ein Prozess der Veränderung in die positive Richtung beginnen.

Yogalehrerin Christiane Wehner

Yogalehrerin Christiane Wehner: „Yoga ermöglicht uns, mit unserem Körper in einen Dialog einzutreten. Wenn ich zum Beispiel belastende Situationen erlebe, hilft Yoga das vegetative Nervensystem zu harmonisieren, Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und Stabilität und Leichtigkeit zu erlangen. Mein inneres Gleichgewicht sorgt dafür, dass ich im Einklang mit mir mein Leben aktiv gestalten und die Herausforderungen des Alltags annehmen kann.“

Yoga Nidra – Tiefenentspannung

Yoga Nidra bedeutet „bewusster Schlaf“ oder „Yoga-Schlaf“. Diese Form der geführten Tiefenentspannung in Rückenlage hat eine regenerierende Wirkung auf das gesamte vegetative Nervensystem. Während Yoga Nidra pendeln Körper und Geist zwischen entspanntem Wachsein und Dämmerschlaf hin und her. Körperliche, mentale und seelische Verspannungen können sich lösen. Dies führt bei regelmäßiger Übungspraxis zu mehr Gelassenheit und innerer Ruhe im Alltag, erhöhter Konzentrationsfähigkeit und Kreativität, einer tieferen Verbindung zur Intuition und einer Stärkung des Immunsystems. Yoga Nidra können Sie in den Basenfasten Kursen von Birgit Eggert erfahren.

Yoga-Lehrerinnen

Julia Brodowski

Fastenleiterin Birgit Eggert

Birgit Eggert


Karen Fischer

Qigong und Fasten

Der Ausdruck Qigong (Qi: Lebensenergie / Gong: „die durch Anstrengung und Mühe erworbene Fähigkeit“) wurde zwar schon vor 2000 Jahren benutzt, allerdings erst im China der 1950er Jahre geprägt. Es ist heute ein moderner chinesischer Begriff für eine Vielfalt von Traditionen des Umgangs mit der Vitalkraft. Verschiedene Autoren beziehen sich auf den Ursprung der Methoden des Qigong auf Zeitangaben zwischen 2000 bis 7000 Jahren. Mündliche Aussagen von Qigong Meistern datieren den Ursprung der chinesischen Energiearbeit deutlich älter. Es gibt heute etwa 5000 verschiedene Qigong Formen in China.

Im Ursprung der Methoden des Qigong handelt es sich wie beim Yoga um einen spirituellen geistigen Weg zur „Vervollkommnung des Menschen“ (Erleuchtung). Ursprüngliches Qigong ist die Ausübung der Tradition der „Inneren Kunst“. Die Übung mit dem Qi ist eingebettet in einen spirituellen Lebensweg. Die Entwicklung der Qigong Praxis und ihrer Theorie lässt sich zurückverfolgen auf schamanische Riten und Tänze, auf heilkundliche und alchemistische, sowie auf spirituelle, religiöse und philosophische Zusammenhänge.

Qigong Lehrer Rainer Kirner

Vielfältige dokumentierte Wirkungen von Qigong:

  • Fördert Gesundheit und Wohlbefinden
  • Beugt Krankheiten vor
  • Stärkt das Immunsystem
  • Reguliert Blut, Lymphe, Nerven
  • Fördert die Konzentration
  • Wirkt entspannend,
  • Verbessert die Stimmungslage
  • Fördert Selbstwahrnehmung
  • Prävention und Begleitung von chronischen Erkrankungen (Rheuma, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Rückenbeschwerden u.a.)

 

Heutzutage wird Qigong meistens als Bewegungsform oder „Stilles Qigong“ aufgrund der ausgezeichneten gesundheitlichen Wirkungen zur Gesunderhaltung unterrichtet. In den letzten Jahrzehnten hat sich ein symptombezogenes bzw. medizinisches Qi Gong entwickelt, welches bei bestimmten Krankheiten ausgewählte Übungen empfiehlt. Allen Übungsformen gemeinsam ist es, die Präsenz im gegenwärtigen Moment zu stärken und den eigenen Qi-Fluss wahrzunehmen.

Die Methoden des Qigong sind eine harmonische Verbindung von Aufmerksamkeitslenkung, Visualisierung, Atmung und Bewegung. Auch die Stimme wird eingesetzt. Die Wirkungen sind ähnlich vielfältig wie beim Yoga und gut dokumentiert. Die Beweglichkeit des Körpers wird sanft verbessert und die geistige Aktivität kommt zur Ruhe. Die langsamen, mehrachsigen Bewegungen sind ideal, um den individuellen Fastenprozess zu unterstützen. Mehr körperbetonte Übungen kräftigen den gesamten Organismus. Wir üben bewegte und stille Formen in der Fastenzeit.

Tai Chi und Fasten

Tai Chi (oder Taijiquan) gehört neben Qigong zu den Bewegungsübungen in der traditionellen chinesischen Medizin. Ziel der Übungen ist es, die Lebensenergie zu stärken, um so die Gesundheit zu fördern. Tai Chi ist die Kunst, sich im Einklang mit der Natur zu bewegen. Dem liegt ein ganzheitliches Verständnis von Körper, Geist und Seele zugrunde, in dem sich Aspekte der Kampfkunst, Medizin, Meditation und fernöstlicher Philosophie wiederfinden.

Seinen Ursprung hat das Tai Chi im Kaiserreich China, wo es als eine Form der Kampfkunst entwickelt wurde. Heute praktizieren Millionen von Menschen weltweit die viele Tausend Jahre alten Achtsamkeitsübungen zur Förderung der Gesundheit, zur Bewusstseinsentwicklung und als Meditation.

Kern des Übens ist eine fest definierte Abfolge von fließend ineinander übergehenden Bewegungen, in denen der Übende gegen einen imaginären Gegner kämpft. Die sanften, langsamen Bewegungen werden meist synchron in der Gruppe ausgeführt und können von jedem praktiziert werden, unabhängig von Alter oder physischer Verfassung. Besonderes Augenmerk liegt auf der bewussten, achtsamen Ausführung von Bewegung und Atmung. Sie ist geprägt vom stetigen Wechsel zwischen Spannung und Entspannung, Schwere und Leichtigkeit, Form und Formlosigkeit – entsprechend den Polaritäten von Ying und Yang. Dabei folgen Körper- und Geisteshaltung den Grundprinzipien Weichheit, Harmonie und Ruhe.

Zahlreiche Studien der westlichen Medizin belegen inzwischen die vielfältigen positiven Wirkungen von regelmäßigem Tai Chi auf die körperliche und mentale Gesundheit:

Wohltuende Wirkungen der Tai Chi Achtsamkeitsübungen

  • Schulung von Körperwahrnehmung, Gleichgewicht und Konzentration
  • Verbesserung von Körperhaltung, Koordination und Beweglichkeit
  • Harmonisierung und Kräftigung des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Positive Effekte auf Herz-Kreislauf-System, Immunsystem und Schmerzempfinden
  • Linderung von depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen
  • Stressreduktion

 

Als „Meditation in Bewegung“ unterstützt Tai Chi in idealer Weise die physischen und psychischen Prozesse der Regeneration und Klärung, die beim Fasten in Gang kommen. Die Kombination von Bewegung und Entspannung wirkt auf Körper und Geist gleichermaßen anregend und beruhigend.